KUNSTamBANDamLIMES

LEADER-Projekt „KUNSTamBANDamLIMES“ in Kipfenberg

LEADER-Projekte gibt es deutschlandweit und sie können sehr vielfältig aussehen. Eine Gemeinsamkeit haben jedoch alle Projekte, die durch das Förderinstrument unterstützt werden: Die Zusammenarbeit von Bewohnern ländlicher Räume soll gefördert werden, um ihre Heimat zu stärken. So auch in Kipfenberg. Hier wurde vor kurzem das Projekt „KUNSTamBANDamLIMES“ der Öffentlichkeit präsentiert. Ein großes Lob als „Vorzeigeprojekt für die Entwicklung des ländlichen Raumes“ gab es von Dieter Ofenhitzer, dem zuständigen Referatsleiter der LEADER-Förderung im Staatsministerium.

Die Idee des LEADER-Kooperationsprojektes

Bereits im Jahr 2005 wurde der Limes, ein altrömischer Grenzwall, als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Daraufhin entstand eine Idee für ein Kooperationsprojekt unterschiedlicher Gemeinden wie Kinding, Walting, Altmannstein sowie Denkendorf, die sich in Bayern entlang des Limes befinden. Die insgesamt sieben Kommunen haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam den 50 Kilometer langen Grenzwall in ihrer Region für Menschen wieder sichtbar zu machen. Denn der ehemalige Wall ist nur noch schwer zu erkennen, besonders für Laien. Vereinzelt sind Erdhügel zu sehen, die den einstigen Verlauf aufzeigen. Jedoch soll das kulturelle Erbe wieder belebt werden. Das LEADER-Projekt soll den Menschen die damalige Grenze des römischen Reiches sowie die historischen Wurzeln näher bringen.

LEADER-Projekt „KUNSTamBANDamLIMES“: Bürgernaher Wettbewerb

Für das Vorhaben erhielten die Gemeinden im Jahr 2011 eine LEADER-Förderzusage in Höhe von 230.000 Euro. Die Initiatoren und Bürger waren sich einig, dass Kunstobjekte und -aktionen den Menschen die Geschichte am besten näher bringen können. Es wurde ein Kunstwettbewerb mit 40 Teilnehmern veranstaltet. Eine Fachjury ermittelte 16 Künstler, die ihre Ideen als Modelle in einer Wanderausstellung in der Region vorzeigten. Dies gab den Bürgern vor Ort die Möglichkeit, an der Gestaltung des Projektes mit eigenen Aspekten aktiv teilzunehmen und Objekte für ihre Gemeinde auszuwählen. Demnach resultierten unter Einbeziehung der Bewohner sieben Objekte aus dem Wettbewerb, die in den einzelnen Kommunen umgesetzt wurden. Diese sieben Kunstobjekte bilden ein Band und verbinden die ehemalige römische Grenze in der Region.

Allgemeine Informationen zum römischen Grenzwall

Der Begriff Limes stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ursprünglich „Schneise“ oder „Grenzweg“. Er schützte das römische Reich gegenüber feindlichen Übergriffen. Überall wo es keine natürlichen Grenzen wie Gebirge oder Flüsse gab, errichteten die Römer einen Schutzwall mit Wachposten. Mit einer Länge von 550 Kilometern ist er das längste Bodendenkmal Europas. Heute verbindet ein Teil der ehemaligen historischen Grenze des Römischen Reiches sieben Kommunen durch die Unterstützung von LEADER und eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Bewohner.